Filmbeschreibung
Shrek 2
Der tollkühne Held und seine im ersten Teil gewonnene und inzwischen auch vershrekte Prinzessin Fiona kommen gerade aus den Flitterwochen, als eine Delegation ihres Vaters das frisch vermählte Paar zum Hofe lädt, um den neuen Gatten ihrer Tochter kennen zu lernen. Shrek indes leistet der Einladung widerwillig Folge, weil er die Reaktionen auf sein Äußeres kennt und höfische Etikette nicht gerade zu seinen Stärken zählt. Doch seiner Frau zuliebe willigt er ein. In Begleitung der schon bekannten langohrigen Nervensäge machen sie sich auf die Reise in das entfernte Reich, wo eine geschäftstüchtige Fee noch mehr zu sagen hat als das Königspaar. Hinzu kommt noch, dass die Fee weder Kosten noch Mühen gescheut hat, um Shrek loszuwerden. Was dem Zuschauer einen denkwürdige Neuzugang im Ensemble beschert: Ein deutlich nach seinem stimmlichen Vorbild (im Original Antonio Banderas) gearbeiteter Gestiefelter Kater, der offensichtlich in die Tarantino-Schule gegangen ist.
Der Plan, Jung und Alt anzusprechen, ist mit dem ersten "Shrek" voll aufgegangen. Publikum wie Kritik waren total hingerissen. Der zweite Teil richtet sich möglicherweise noch stärker an Erwachsene, denn er zitiert dieses mal nicht nur aus der uns bekannten Märchenwelt, sondern am laufenden Band die Welt von Pop und Kino. Pinocchio etwa parodiert Action-Star Tom Cruise in "Mission Impossible", als er sich an seinen Fäden, begleitet von Lalo Shiffrins Filmmusik, ein Verlies hinunter hangelt. Aber auch ohne dass man alle parodierten Filme und Märchen erkennt, ist "Shrek 2" ein großer Unterhaltungswert als Familienfilm zuzuschreiben. Denn auch die dem Genre des Animationsfilms ureigenste Zielgruppe der Kinder darf diesem im positiven Sinne harmlosen Film mit seinem genrespezifischen sehr bildlichen Humor bedenkenlos ausgesetzt werden.
Und wenn sie nicht gestorben sind, ist vom Wonneproppen Fiona wohl in Bälde Nachwuchs zu erwarten. Kein Produzent bei Sinnen wird die Gelegenheit auslassen, eine Shrek-Dynastie mit zu begründen. Dann kann man wohl auch mit jeweils zehn Millionen Dollar die teuersten Sprechrollen der Filmgeschichte bezahlen. Choco
USA 2004
Regie: Andrew Adamson
Darsteller: (Stimmen) Sascha Hehn, Esther Schweins
92 Min. FSK: ohne Altersbeschränkung
